Wir hatten unseren Artikel kurz vor dem offiziellen Launch veröffentlicht und dann vergessen, das Gutachten zu verlinken. Danke für den Hinweis! datenethikkommission.de/gutachten/ Alle drei Gutachten haben daher eine Reformulierung ihrer Aufgaben vorgenommen: Nicht mehr die fachliche Begutachtung steht im Vordergrund sondern die Plausibilität der Argumentation. Damit wird aber das gesamte Verfahren des Peer Reviews ad absurdum geführt: Es sind nämlich keine „Peers“ mehr , – d.h. Personen aus derselben Wissenschaftscommunity –, sondern (relativ) fachfremde Personen, die den Artikel begutachten. Zum letzten Punkt habe ich übrigens auch schon etwas nachgedacht. Siehe meinen Artikel Fächerübergreifende Dissertationen begutachten. Wir müssen da aufpassen. Eine Theorie über den Kosmos ändert nicht den Lauf der Planeten. Eine Theorie über die menschliche Natur jedoch ändert die menschliche Natur – so hat es Barry Schwartz formuliert. Wenn wir also den Menschen nur als ein Konglomerat aus Mustern begreifen, dann werden wir ihn auch so behandeln und unsere gesellschaftlichen Institutionen dementsprechend gestalten – und dann passt er sich dem nach und nach an, wenn er sich nicht ausdrücklich verweigert. Wir sehen ja genau das im Internet. Insofern ist mein großes Anliegen, dass wir den Menschen in seiner ganzen Vielschichtigkeit und Mehrdimensionalität betrachten.

Nur wenn wir miteinander als Menschen und nicht als Sammlung von Mustern umgehen, werden wir uns auch je einzeln als Menschen entfalten können. Dr.-Ing. Peter Evanschitzky Simulationsgestützte Oberflächendiagnostik mittels Speckle-Interferometrie Nein, das heißt es nicht. Wir kennen ein vergleichbares Vorgehen etwa bei der Medizinprodukteverordnung. Dort müssen Sie Systeme, die Sie entwickeln und einführen, selber bewerten und einordnen. Wenn Sie das falsch machen oder betrügen, dann sind Sie dran. Außerdem wird es den sektoral ohnehin zuständigen Behörden auffallen. Der Kontrollverbund soll nur der Koordination der sektoral zuständigen Behörden dienen. Insofern kann man darauf vertrauen, dass ein solches System in der Praxis gut funktionieren wird. Genau. Und deshalb muss der ursprüngliche Datensatz bei sensiblen algorithmischen Systemen auch überprüft werden können. Ich werde – wenn es sich zeitlich einrichten lässt – auf einige Aspekte Ihres Kommentars noch näher eingehen.

In der Zwischenzeit gibt es vielleicht auch noch andere LeserInnen, die Ihre Erfahrungen berichten bzw. Kommentar anfügen wollen. Es geht nicht darum, dass irgendjemand die Inhalte festlegt, die berichtet werden. Es soll nur geschaut werden, ob tatsächlich Pluralität, also Vielfalt, gewahrt ist. Alternative zu Double Blind Review ist Open Peer Review Es wird ein Social Media-Toolkit vorgestellt, das Lehrenden Anregungen vermitteln soll, in welcher Weise sie soziale Medien in der Lehre einsetzen können. Das Toolkit soll zudem während der Pre-Conference erprobt werden können. Der Ansatz, Lehrenden auf der Grundlage eigener Angaben zur Lehrpraxis Empfehlungen zur Nutzung ausgewählter sozialer Medien zu geben, ist grundsätzlich sehr zu begrüßen. Auch warnt die Kommission davor, auf einzelne Algorithmen zu schauen. „Für die ethische Beurteilung kommt es jeweils auf das gesamte sozio-technische System an, also alle Komponenten einer algorithmischen Anwendung einschließlich aller menschlichen Akteure, von der Entwicklungsphase bis hin zur Implementierung in einer Anwendungsumgebung und zur Phase von Bewertung und Korrektur.“ Das ist sinnvoll, denn die Gefahr eines Algorithmus liegt in der Regel nicht in diesem selbst, sondern dem Kontext, in dem es eingesetzt wird, Darauf wies etwa die zivilgesellschaftliche Wächtergruppe AlgorithmWatch hin – und wurde offenbar gehört. In dem Gutachten der Datenethikkommission prangern Sie ein “Vollzugsdefizit” gegenüber “marktmächtigen Unternehmen” an. Tut die Politik bisher zu wenig, um Facebook, Google und Amazon Grenzen zu setzen? We charge 3% of the value of a rug for the preparation of the assessment report, in addition to the base fee of 50 €.